Herbst 2017

Top Dogs

Gesellschaftskritisches Theaterstück
ab 14.10.2017 in unserem Zimmertheater

Das Drama Top Dogs von Urs Widmer, das 1997 im Verlag der Autoren erschienen ist und mehrfach ausgezeichnet wurde, beschäftigt sich mit gekündigten Topmanagern, die der völligen Entfremdung von ihrem Beruf, ihrem Privatleben und sich selbst zum Opfer gefallen sind und nun mit Hilfe der New Challenge Company versuchen, ihr Leben in den Griff zu bekommen und möglichst schnell einen neuen Job zu erhalten. Alle Personen leiden unter ihrer Entlassung und können kaum begreifen, dass sie nun die Entlassenen sind. Sie müssen nun das, was sie vielen Arbeitnehmern zuvor durch deren Entlassung angetan haben, selbst erleben. Das Drama zeigt die völlige Entfremdung der „Top Dogs“ von ihrem Beruf, ihrem Privatleben und sich selbst. Keiner der entlassenen Manager schafft es, nach seiner Kündigung in ein „normales“ Leben zurückzufinden. Sie alle sind gefangen in dem Wahn, nach ihren alten Zielen zu streben: Macht, Einfluss, Ansehen und Geld. Familienglück oder Empfinden von Liebe sind für die Charaktere nicht mehr möglich, da sie so sehr von diesen Werten und Gefühlen entfremdet sind. Die „Top Dogs“ sind gefangen im System, was auch daran zu erkennen ist, dass sie sich auf alle „Spiele“ im Outplacementcenter einlassen, obwohl deren Sinn vielfach fragwürdig erscheint.

Drama von Urs Widmer
Regie: Holger Ohm

Erwachsene 17€, Ermäßigt 15€, Kinder 10€

  • Samstag, 21. Oktober, 20 Uhr
  • Freitag, 27. Oktober, 20 Uhr
  • Samstag, 28. Oktober, 20 Uhr
  • Samstag, 04. November, 20 Uhr
  • Sonntag, 05. November, 16 Uhr
  • Samstag, 11. November, 20 Uhr
  • Freitag, 17. November, 20 Uhr
  • Samstag, 18. November, 20 Uhr
  • Samstag, 25. November, 20 Uhr
  • Sonntag, 26. November, 20 Uhr
  • Samstag, 02. Dezember, 20 Uhr

Andreas Burger
Thorsten Graefe
Matthias Heckmann
Wolfgang Heuer
Michael Knapp
Angelika Mehr
Sandra Mercatoris
Peter Ziesche

„[…] Mit „Top Dogs“ des Schweizer Autors Urs Widmer hat sich die Mannheimer Freilichtbühne zu Beginn der Winterspielzeit viel vorgenommen. Doch nicht zu viel, die Premiere der Sozialsatire im Zimmertheater wird zu Recht gefeiert. Das Vorhaben von Regisseur Holger Ohm, das Spielen in den Fokus zu rücken, geht auf. Die Bühne ist bis auf acht Stühle und einen Cateringwagen im Hintergrund fast leer. Das Auge des Zuschauers wird durch nichts von den acht Akteuren abgelenkt. Und die lassen sich voll und ganz auf ihre Rollen ein, spielen sie unter ihren eigenen Namen, werden eins mit Widmers Charakteren, wirken durch und durch authentisch. […] Auch den Darstellern, die im Boulevardtheater groß wurden, hat Ohm das Chargieren, das aufgesetzte und übertriebene Spielen, ausgetrieben. Sie trauen sich, etwas von sich selbst preiszugeben. Nur dadurch entstehen berührende, bedrückende Momente, die aber immer wieder durch groteske Situationen aufgebrochen werden. Dieses Wechselspiel von persönlichen Tragödien und lächerlichen Handlungsanweisungen während des Coachings macht den Reiz des Stückes aus – entlarvt es doch Institutionen wie die New Challenge Company, in der statt Lebenshilfe Gehirnwäsche betrieben wird, als Absurdität.“

(Mannheimer Morgen, 16.10.2017)

Konzert zum Ewigkeitssonntag

„Wacht! Euch zum Streit gefasset macht“ – Das jüngste Gericht
am 19.11.2017, 17 Uhr in der Gnadenkirche Mannheim

Vieles spricht dafür, dass es sich bei dem Oratorium um die einzige erhaltene Abendmusik Dieterich Buxtehudes handelt, die dieser für die Lübecker Marienkirche komponierte und vermutlich um 1683 aufführte. Ton Koopman hat das Werk wieder neu entdeckt und rekonstruiert. Das abendfüllende, in Stil und Handlung kontrastreiche Werk wurde somit seit 2016 erstmals in seiner originalen Gestalt wieder aufführbar. Dem Chor fällt hierbei die Aufgabe zu, die Farbigkeit und den Kontrastreichtum des opernhaften Oratoriums dem Publikum nahezubringen.

„Das Jüngste Gericht“ – ein Meisterwerk, das man nicht verpassen sollte.

Oratorium von Dieterich Buxtehude
Musikalische Leitung: Thomas Nauwartat-Schultze

Erwachsene 17€, Rentner 16 €, Schüler ab 13 Jahren und Studenten 12 €, Kinder von 4 bis 12 Jahren frei

Amelie Petrich, Sopran
Lena Sefrin, Sopran
Sabine Valentin, Sopran
Daniel Eger, Altus
Jan Hermann, Tenor
Marcel Brunner, Bariton

ART-im-TAKT, Chor der Freilichtbühne Mannheim
Ryoko Aoyagi, Orgel
Heidelberger Kantatenorchester

Thomas Nauwartat-Schultze, Dirigent

Winter 2017

Peterchens Mondfahrt (Wiederaufnahme)

Märchen für Kinder
ab 16.12.2017 in unserem Zimmertheater

Die beiden tapferen Geschwister Peterchen und Anneliese machen sich zusammen mit dem Maikäfer Herr Sumsemann auf die Reise, um sein verlorenes Beinchen zu finden. Die drei erleben die unglaublichsten Abenteuer um schließlich mithilfe einer Kanone auf den Mondberg geschossen zu werden. Doch bevor der Maikäfer und die zwei herzensguten Kinder das verlorene Beinchen zurückerobern können, muss mit vereinten Kräften der finstere Mondmann besiegt werden. Ob es ihnen gelingen wird?

Märchen von Gerdt von Bassewitz
Regie: Sandra Mercatoris
Regieassistenz: Stefanie Szonn

  • Samstag, 16. Dezember, 16 Uhr
  • Sonntag, 17. Dezember, 16 Uhr
  • Sonntag, 07. Januar, 16 Uhr
  • Samstag, 13. Januar, 16 Uhr
  • Sonntag, 14. Januar, 16 Uhr
  • Samstag, 20. Januar, 16 Uhr
  • Sonntag, 21. Januar, 16 Uhr
  • Samstag, 27. Januar, 16 Uhr

Das Zimmertheater der Freilichtbühne begeisterte sein Premierenpublikum mit einer Aufführung voller liebevoller Szenen, phantastischer Kostüme und suggerierender Videoeinspielungen […]. Unter der Regie der Pädagogin Sandra Mercatoris (sie inszenierte auch „Die Salzmühle“) ist hier eine schillernde Welt im nächtlichen Universum lebendig geworden. Mit Andreas Burger als ängstlicher Sumsemann, Paul Kaufmann als beherzter Peter und Antonia Sztoj als beschwichtigende Anneliese hat sie eine überzeugende Besetzung gefunden. […] Allein 30 Darsteller, darunter 16 Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren, und ebenso viele Akteure hinter der Bühne tragen zum Erfolg dieser liebevollen Aufführung bei, die mit langem Applaus belohnt wurde.“

(30.01.17 Mannheimer Morgen)

Ausblick 2018