Spielplan 2022

Bernarda Albas Haus (La casa de Bernarda Alba)

Stück von Federico Garcia Lorca, Aus dem Spanischen von Fritz Rudolf Fries.
Verlag: henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag Berlin GmbH

Wiederaufnahme ab Januar 2022 in unserem Zimmertheater

Nach dem Tod ihres Mannes verschließt Bernarda Alba ihr Haus und verordnet ihren fünf Töchtern eine achtjährige Trauerzeit. Während das Leben draußen vorbeizieht, arbeiten die jungen Frauen an ihrer Aussteuer und verzeh-ren sich nach den abwesenden Männern. Als sich Adela in den Verlobten ihrer ältesten Schwester Angustias verliebt und aus dem häuslichen Gefängnis ausbricht, kommt es zur Katastrophe. Durch blindes Festhalten an Traditionen errichtet Bernarda eine Festung, in der sich Lebensfreude in Missgunst und Verlangen in Verlogenheit kehrt. Das Leben ihrer Töchter zerbricht, weil die äußere Fassade wichtiger ist als ein selbstbestimmtes Leben.
In Bernarda Albas Haus, seinem letzten Theaterstück, beschreibt der spanische Dichter und Dramatiker Federico García Lorca eine Welt, in der sich Autorität und Freiheit, Zivilisation und Natur, Moral und sexuelles Begehren unversöhnlich gegenüberstehen. Eine Welt voller Repressionen, in der das Leben verkümmert, weil Anpassung in Selbstaufgabe und Ausbruchsversuche in Selbstzerstörung enden.

Regie: Thomas Nauwartat-Schultze

17 € / Corona-Einheitspreis, keine Ermäßigung.

” […] Unter die Haut gehende emotionale Ausbrüche, die nach einer Nähe verlangen, sind coronabedingt auf Distanz gehalten, aber in ihrem aggressiven Ausdruck dadurch noch stärker in ihrer Wirkung. Die menschliche Natur in all ihren Facetten hat Thomas Nauwartat-Schultze exzellent in lebendige Charaktere mit punktgenauer Körperchoreografie umgesetzt. Mit langanhaltendem Beifall bedankte sich das Premierenpublikum am Schluss der Aufführung beim gesamten Ensemble für diese virtuose und hochkarätige Glanzleistung.”

Gartenstadt-Journal, November 2020, WE

“[…] Acht Jahre eingesperrt, das ist für Frauen voller Träume und sexueller Begehren grausam. „Arbeitet an eurer Aussteuer“, befiehlt die tyrannische Mutter (grandios: Sabine Valentin) und fordert von ihren Töchtern sowohl bedingungslosen Gehorsam als auch Anstand, um das Haus vor Gerede zu bewahren. Das jedoch ist kaum zu vermeiden, denn die Schwestern Alba sind alle in den attraktivsten Mann des Dorfes verliebt: Pepe el Romano soll die älteste, vom Vater beerbte reiche Augustias (stolz und etwas ängstlich: Claudia Bendig) heiraten, umwirbt aber die jüngste Adela (schnippisch, aufmüpfig: Agnetha Rauch) und macht die rivalisierende Martirio (kämpferisch verzweifelt: Santina Rudolph) eifersüchtig. Die gütige Magdalena (zurückhaltend: Silvia Schönfelder) und die sanfte Amelia (liebevoll: Nina Sumser) glätten die Wogen mit Nachsicht, während die unnachgiebige Bernarda lediglich über den Dorfklatsch besorgt ist. Kein Gespräch untereinander klärt die Situation, jeder macht seine Probleme mit sich aus. Allein die Magd La Poncia (lebensfroh, gefühlsdirekt: Wera Wörner) hat Verständnis für die „Frauen ohne Mann“ in diesem „gottverdammten Haus“. Sie kennt die Schwestern, hat sie aufgezogen, und versucht zu vermitteln, kann aber das Unglück nicht verhindern. Der Rest ist Schweigen. Ein erschütterndes Gesellschaftsbild, meisterhaft inszeniert.”

Mannheimer Morgen, 29.09.2021, cha

Der Puppenspieler

Krimi nach einer Kurzgeschichte von Frank Schätzing
Verlag: Emons-Verlag

Wiederaufnahme ab Februar 2022 in unserem Zimmertheater

Eine seltsame Freundschaft verbindet Schlemmer, jung, gut aussehend und strotzend vor Selbstbewusstsein, mit dem alten und todkranken Koch. Beide arbeiten als Puppenspieler, der eine hat große Theaterambitionen, der andere führt ein sonderbares Einsiedlerdasein. Als Koch seinem hoch verschuldeten Freund gesteht, dass er vor langer Zeit zehn Millionen von einer Kaufhauskette erpresst, das Geld jedoch niemals ausgegeben hat, wittert Schlemmer seine Chance…

Gespielt und inszeniert von Christian Lange und Marco Hullmann

Tickets: Corona-Einheitspreis 17€, Kinder 10€

Tratsch im Treppenhaus

Komödie in vier Akten von Jens Exler
aus dem Niederdeutschen übertragen von Silke Keim, bearbeitet und modernisiert von Florian Battermann
Aufführungsrechte: Karl Mahnke Theaterverlag GmbH Berlin

Ab April 2022 in unserem Zimmertheater

Wer kennt sie nicht – die Geschichte um die tratschsüchtige Meta Boldt in einem Wohnhaus aus Mannheim!? Viele Mieter teilen sich das Treppenhaus mit dieser berüchtigten Klatschtante. Der Klassiker aus dem Ohnsorg-Theater ist nun endlich auch bei uns im Zimmertheater auf Mundart zu erleben!

Regie: Thomas Nauwartat-Schultze

Tickets: 17 € / Corona-Einheitspreis, keine Ermäßigung.